Australien - Queensland, Westaustralien und das Landesinnere

Frankfurt nach Singapur 02.09.2005 bis 04.09.2005

02.09.05 23.55 Uhr Abflug in Frankfurt – nach etwas mehr als 11 Std. Flug eine perfekte Landung in Singapur

aus-2005-001703.09.05 Am Flughafen werden wir von RMG-Tours zum Transfer in das Hotel abgeholt. Dieses befindet sich etwas abseits und ist nicht mehr ganz frisch aber o.k. das Copthorne Orchid. Wir schauen direkt auf den Pool. Wir springen rasch unter die Dusche und dann geht es in die Stadt. Die Busfahrt kostet uns nichts, da wir kein Kleingeld haben, auch gut. Schon hier im Bus sprechen die ersten deutsch, doch der ältere Herr und der Schuljunge leben wohl hier. Wir fahren zur Orchad Road, der Shopping-Meile der Stadt. Ein Einkaufscenter am anderen und die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren im Bus, im Hotel und in den Centern. Es kommt direkt kalte Luft nach draußen. Nachdem wir hier etwas entlang gebummelt sind gibt es Abendessen im Restaurant mit direktem Blick auf das bunte Treiben. Wir zahlen ca. 64 S$ für ein Tiger-Bier einen Guavensaft, Thai-Chicken-Curry und Schwein süß/sauer. Es ist sehr lecker. In einem Buchladen entdecke ich „Jane Austen’s Guide to Dating“ von Lauren Henderson, was ich unbedingt haben muß. Ca. 11.00 Uhr fahren wir mit dem Bus zurück zum Hotel für ca. 1.80 S$.

04.09.05 Morgens 7.30 Uhr weckt uns das Handy. Jetzt sehen wir uns den Pool nicht nur an, sondern wir testen ihn. Es ist warm aber etwas bewölkt. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig, von Cerealien über Obst, Rührei, Bohnen bis zu Reis und Nudeln fehlt nichts. Der Kaffee ist auch gar nicht so übel. Fünf vor 9.00 Uhr sind wir dann in der Lobby und warten auf den Bus der Stadtrundfahrt bis uns die Inderin, eine Angestellte von RMG-Tours, sagt wir hätten diese Rundfahrt doch storniert lt. Operator. Das macht uns ein wenig unruhig, denn eigentlich hatten wir uns gefreut in kurzer Zeit schnell etwas über Singapur zu erfahren und zu sehen. Also wir haben das ganz bestimmt nicht abgesagt, was dann auch die junge Frau begreift. Wir bekommen ein paar Aufkleber und die Auskunft, dass wir gleich abgeholt werden. Das war ein Schreck am Morgen! Ca. 9.30 Uhr sind wir aber dann bereit für die deutsche Stadtrundfahrt, die in Suntec-City beginnt. Unser indischer Reiseführer spricht recht gut und viel deutsch. Es geht nach Little India. Viele bunte Häuser und Saris (einer ist übrigens 5m lang und es ist wichtig den richtig zu wickeln), Gewürze, Obst und Gemüse. Hier gefällt es uns. Dahinter beginnen jedoch gleich die Hochhäuser. Noch eine kurze Runde und wieder ab in den Bus.aus-2005-0025aaus-2005-0033

Wir fahren kurz zum Hafenviertel um ein Photo von dem Wahrzeichen der Stadt zu machen vom Merlion (der speiende Fischlöwe). Die Architektur des Esplanade Theatres on the Bay ist recht interessant. Zwischen den Hochhäusern geht es dann durch die Stadt nach Chinatown. Wir halten direkt vor einem Hindutempel den Sri Mariamman Temple. Schuhe aus und rein. Gegen Entrichtung eines Obuluses von 6 S$ dürfen wir auch filmen und fotografieren. Die Inder kommen mit Ihren Opfergaben und es ist sehr bunt hier. Auf der Mauer ringsum sitzen lauter heilige Kühe. Da wir nur eine halbe Stunde Zeit haben laufen wir noch kurz über den Markt in Chinatown und dann ist auch schon wieder der Bus da. Jetzt folgt die wohl obligatorische Schmuckfabrik aus der wir alle wieder sehr schnell draußen sind. Eine Vorführung gab es eh nicht da Sonntag ist. Also los zum botanischen Garten und Orchideen schauen. Aber was ist plötzlich los? Monsun!! Es regnet wirklich heftig und somit bekommen wir die Tickets für den Orchideengarten und wir fahren zurück in die Orchard Road in die Malls. Aus dem Bus raus und direkt in die Shopping-Center rein. Food-Mall heißt es nun für uns, denn darüber haben wir schon viel gehört und schauen wir selbst ob das Essen wirklich so gut und billig ist. Erst einmal ist es brechend voll. Auf geht's! Wir holen uns etwas hiervon und etwas davon und noch eine Kleinigkeit von dem und zahlen für einen vollen Teller für jeden gerade mal 8 S$. Wir finden auch gleich Platz und machen uns über die Leckereien her inmitten einer großen, turbulenten, bunten Halle.

aus-2005-0077Dann schlendern wir durch die Malls bis der Regen etwas nachlässt. Per Taxi fahren wir zum botanischen Garten. Es bleibt feucht aber recht warm und so spazieren wir durch den Regenwald (schließlich regnet es ja auch), den Orchideengarten und den Evolution Garden. Inzwischen sind wir doch durch und durch nass. Es geht zurück zum Hotel, den 19.00 Uhr ist Check-Out. Also Duschen, Packen und ab zur Rezeption. Unser Transport ist schon da und es geht sofort zum Flughafen. Im Duty-Free leiste ich mir nun noch Flowers by Kenzo und wir schreiben unsere ersten Karten. Dann durchs Gate und pünktlich 22.15 Uhr geht es mit Australien Airlines weiter. In ca. 4 Stunden werden wir in Darwin sein. Nach dem Essen schlafen wir recht schnell ein und werden auch erst kurz vor der Landung wieder wach.

Darwin und der Litchfield NP 05.09.2005 bis 06.09.2005

aus-2005-0101aus-2005-n-038805.09.05 Darwin. Die Einreise dauert wie gewöhnlich in Australien etwas länger. Aber wir haben Glück, draußen steht ein Shuttle-Bus der uns für 9 A$ pro Person in die Stadt, direkt ins Mirambeena Tourist Resort bringt. Hier wird das Gepäck aufbewahrt und wir können gleich zum Frühstück. Das kontinental Breakfast zu 17 A$ pro Person lassen wir uns schmecken. Wir lassen uns viel Zeit denn das Zimmer gibt es erst in drei bis vier Stunden. Dann begeben wir uns auf Entdeckungsreise in Darwin. Am Zentrum vorbei geht es zum Park am Meer mit dem Leichhard-Denkmal und zur Fischfütterung. Nun sind wir doch etwas kaputt und gehen zurück zum Hotel. Wir besorgen uns die Badesachen und ab geht’s in den Pool, in den blauen mit Wasserfall. Der Grüne ist gleich daneben. Micha schläft auf der harten Liege ein, oh hat er es gut. Kurz nach 10.00 Uhr ist unser Zimmer fertig und ich falle ins Bett. Micha besorgt noch schnell bei Woolworth etwas zum Trinken und schläft dann auch noch mal bis ca. 14.30 Uhr. Dann machen wir uns zum zweiten Mal los. Durch das Zentrum bis zum Hafengelände vorbei an ein paar historischen Ruinen. Später folgen wir der Öl-Pipe und kommen an den Bunkern vorbei, die das Öl im Zweiten Weltkrieg vor den Japanern geschützt haben. In einem Surfer-Shop kaufen wir Micha eine Billabong-Geldbörse (wallet) und dann zischen wir ein Bier im Pub. Dann geht es noch mal ins Resort und in den Pool bevor wir in den nächsten Pub zum Abendessen einkehren. Es gibt Bier und Cider, Steak und Burger. Ein Anruf vom Handy gibt in Deutschland bescheid: Wir sind gut angekommen! Satt und zufrieden gehen wir ins Hotel in unser riesiges Zimmer mit dem riesigen Bett. Gute Nacht! Und das Mirambeena Resort ist wirklich zu empfehlen.

aus-2005-011106.09.05 Am nächsten Tag schwimmen wir im Blue Pool. Wir genießen erneut das gute kontinentale Frühstücksbuffet und packen dann. Gegen 9.00 Uhr checken wir aus und das Taxi steht auch schon vor dem Hotel. Die asiatische Fahrerin bringt uns für ca. 20 A$ nach Berimah zu Four Wheel Drive Car Hire.

aus-2005-0120 Jetzt heißt es neben den Formalitäten erst einmal : Wie bekommen wir das Ersatzrad unter dem Auto ab?, Was hat uns das Fahrzeug an Küchenmaterial zu bieten? Wie schalten wie von Normalbetrieb auf Allradbetrieb um?, Und wie bauen wir in 5 Minuten unsere Schlafstelle also das Dachzelt auf? Nach ca. einer Stunde und einer absolut perfekten Einweisung von einem super netten Vermieter rollen wir mit dem 4WD und dem Dachzelt vom Hof. Erster Stopp ist in Coolainda direkt auf dem Woolworthparkplatz. Wir kauf zu Essen und zu Trinken für ca. 150 A$ ein und fahren dann weiter zum Litchfield NP.

 

aus-2005-0122Wir fahren die Strecke über Batchelor, normal asphaltierter Highway. Schnell nähern wir uns unseren ersten Termitenhügeln, riesige Türme manchmal auch Haufen sehr hart und imposant. Es ist rundherum recht grün, viele Palmen und Eukalypten.

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 Zum Teil sprießt es wieder frisch und der Boden ist verbrannt. Die erste beschilderte Attraktion ist der Termite Moud, ein Holzdielenweg führt zu einem regelrechten Feld dieser Termitenbauten mit Informationstafeln über die Entstehung dieser und Wissenswertes über den Nationalpark. 

Es folgt Buley Rockhole, nette aber auch gut besuchte Badepools und hier gibt auch unsere Kassette der DigiCam auf, ärgerlich. Als nächstes statten wir den Florence Falls einen Besuch ab.

Über ein paar Stufen geht es einem herrlich erfrischenden Badepool, es sind hier immerhin ca. 35 °C. Ich wollte schon immer mal unter einen Wasserfall schwimmen, es ist einfach traumhaft und windig direkt hier wo das Wasser auf mich herabrieselt. Da wir immer nur ein paar Meter vom jeweiligen Parkplatz bis zu den Attraktionen haben kommen wir nun noch zu den Tolmer Falls. Die stürzen beeindrucken die Wand herunter. Wir bewundern den Wasserfall von einer Plattform, diesmal ohne Pool, das Wasser wirkt auch etwas brackig.aus-2005-0131

aus-2005-0140Das nächste Abenteuer beginnt schon mit dem 4x4 Track. Umschalten auf 4WD-Betrieb, funktioniert! Wir fahren auf der unbefestigten sandigen Strecke auf den Campingplatz für diese Nacht. Und schau!!! die ersten Kängurus hüpfen üben den Weg! Wir fahren durch roten Sand und sind am Ende ganz allein auf dem Campground. Wir haben Duschen mit warmen Wasser und Toiletten aber kein Licht. Um uns noch zu den Tjaynera Falls auf zu machen ist es schon etwas zu spät. Wir bauen also flott das Zelt auf, es geht auch schon ganz prima und dann entfachen wir ein kleines Feuer. Es gibt Beefsteak und Fladenbrot, mhhh lecker BBQ. Die Fliegen stören ein wenig die Outback-Idylle und ich sehe auch schon ein wenig wie ein Streuselkuchen vor lauter Stichen aus. Es gibt viele Geräusche in der Nacht, auch ein paar von uns und wir müssen noch mal duschen also ab im Adamskostüm (auch Eva) mit der Taschenlampe. Wir sind ein wenig unruhig aber unsere Schlafstelle ist richtig bequem.

Kakadu NP 07.09.2005 bis 08.09.2005

aus-2005-014307.09.05 Nachdem wir wach werden wird vorm Zelt gefrühstückt. Dann wandern wir ca. 1.7 km bis zu den Wasserfällen. Es ist ein wenig anstrengend und trotz des noch jungen Tages schon richtig warm. Unterwegs treffen wir ein paar Jugendliche, die haben Ihr Zelt mitten im Busch stehen. Beim poolen sind wir dann ganz allein. Das Wasser ist klar und frisch und so plätschern wir herum. Der Rückweg ist einfacher und geht fix. Als wir zum Campingplatz zurückkommen hüpft ganz aufgeregt ein Känguru davon und stolpert noch ein paar Mal über die gespannten Drahtzäune. Was ist hier los? Wir kommen zum Auto und sehen die Bescherung, hat das neugierige Tier doch unseren Müllbeutel durchstöbert und alles schön verteilt. Also einsammeln und beim nächsten Mal besser aufpassen wohin damit.

aus-2005-0146 Jetzt fahren wir zurück durch den roten Sand und sehen noch einige Roo´s. Auf zu den Wangi Falls. Hier sind richtig viele Leute der Campingplatz ist nahezu voll und es tummeln sich viele im herrlichen Pool. Wieder mit Wasserfall zum drunter schwimmen und in der Mitte ist eine Sandbank, quack hier sitz ich nun. Nach dem erfrischenden Bad gibt es einen kühlen Drink und einen leckeren Hot Dog unter einem Schatten spendenden Dach. Dann fahren wir allmählich aus dem Park heraus nun über Berry Springs über einen teilweise unbefestigten Highway. Wieder in Coolainda zum Einkaufen, kleine Beefstreifen, Paprika und Zucchini zum Abendbrot.

 

aus-2005-0157Wir fahren weiter in den Kakadu NP bis nach Jabiru. Im Aurora Ressort campen wir. Die haben einen tollen Pool und eine prima Bar. Das Zelt wird fix aufgestellt und das Essen, aus der Pfanne diesmal, ist wirklich lecker. Wir trinken noch ein Bier in der Bar. Das Mädel an der Theke sagt „das passt schon als Micha nach dem richtigen Schein wühlt. Eine Landsmännin, die ein wenig länger am anderen Ende der Welt ist. Beim Duschen gibt es heute Licht und wir werden von nicht ganz so vielen Fliegen verfolgt. Die Nacht ist ruhiger.

aus-2005-016608.09.05 Wir werden früh wach und wollen auch gleich nach dem Frühstück starten aber nicht ohne noch mal in den Pool zu springen. Ca. 8.30 Uhr sind wir fertig zum Check Out. Unser Weg führt uns nach Ubirr zu den Felszeichnungen. Wir bewundern die Kunst der Aborigines auf dem Weg auf die Felsen. Einige Leute sind hier schon unterwegs, hauptsächlich Reisegruppen auch Deutsche. Ein kleines Wallaby lässt sich von uns filmen. Es wird richtig heiß, wohl schon an die 40 °C. Wir machen einen Walk durch einen Monsunwald mit Unmengen von Krawall machenden Flughunden. Die hängen da einfach so in den Bäumen, ulkig.

aus-2005-n-0440Der Weg führt am East-Alligator-River entlang, aber vergeblich kein Krokodil. Es lohnt sich trotzdem auch wenn ich noch viele Insektenstiche mehr habe. Das juckt! Einfach ignorieren. Micha gibt es aber noch nicht auf und läuft quer über den Parkplatz noch einen kurzen Weg am Fluss entlang bis zu einer Stelle wo es durch den Fluss weiter ins Arnhem-Land geht. Hierfür braucht man ein Permit. Wir testen die Flussdurchquerung, macht Spaß. Und auf einmal winkt uns der Ranger, der hier schon eine Weile Ausschau gehalten hat.

 

aus-2005-n-0435aus-2005-0179Tatsächlich unser erstes Krokodil, ein Salty mitten im Fluss und gut getarnt neben einen Baumstamm. Es bleibt nicht lang da und die nächsten werden wohl nicht mehr das Vergnügen haben. Wir fahren weiter, zum Bowali Visitor Center. Wir schauen uns ein Video über die Regenzeit an und gönnen uns ein Sandwich und einen Eiskaffe. Jetzt fahren wir zum Nourlangi Rock und vorher noch an einem Billabong mit vielen Vögeln z.Bsp. ein schwarzer Storch und Pelikane vorbei. Vor uns liegt ein Seerosenteppich. Dann machen wir uns in der Mittagshitze an den Nourlangi-Walk. Er führt zwischen den Felsen auf Holzdielen entlang zu den noch beeindruckenderen Zeichnungen. Hier werden auch richtig Menschen dargestellt.

aus-2005-n-0596Aber nun genug mit Laufen. Wir fahren nach Cooinda zur Lodge und buchen für eine halbe Stunde später eine Sundown-Fahrt auf dem Fluss. Agnes eine Aboriginie steuert das Boot und zeigt uns die vielen Vögel, die wir manchmal kaum wahrnehmen können mit bloßem Auge. Es ist fantastisch und bald tauchen auch die ersten riesigen Krokodile auf. Alles sind Salzwasserkrokodile. Hat man erst einmal eins gesehen, sieht man ständig welche schwimmen oder einfach nur herumliegen. Es ist einfach wunderschön hier im Sonnenuntergang durch den River zu gleiten. Ein paar Angler haben einen riesigen Barramundi gefangen den sie uns stolz zum fotografieren hochhalten. Die Flusslandschaft ist vielfältig und wird in goldenes Licht getaucht. Am Ende verabschiedet sich noch ein Croc von uns ganz nahe der Anlegestelle. Dann geht es wieder zu unserem schon aufgestellten Zelt und wir braten das restliche Fleisch und lassen es uns schmecken. Dann gehen wir in die Bar auf ein Bier und eine Bundaberg-Cola. Heute gibt es Live-Musik. Eine junge Frau singt ein Ständchen für einen Mann im Publikum. Das macht sie wirklich gut und es gibt auch gleich noch eine Zugabe. Uns fallen aber bald die Augen zu also ab ins Bett.aus-2005-n-0317

Twin Falls und Nitmiluk NP 09.09.2005 bis 10.09.2005

aus-2005-n-016709.09.05 Jetzt sitze ich hier und ein Wallaby sitzt neben mir und möchte wohl was zum Essen, aber füttern ist verboten das schadet den süßen Tieren nur.

aus-2005-0193Aber halt! und alles der Reihe nach. Wir fahren heute zu den Twin Falls. Es geht 65 km unseald Road vom Highway ab. Die ersten 45 km sind breites Waschbrett und es geht ziemlich zügig voran. Vor den restlichen 20 km begrüßt uns ein Ranger. Er blickt prüfend auf unser Fahrzeug gibt uns ein paar Tipps für die Strecke, insbesondere die Flussquerung und verkauft uns Tickets für die Bootsfahrt zu den Falls. Bis dahin heißt aber eine Stunde echte 4x4-Strecke durch tiefen Sand der mal grau mal orange und mal tiefrot ist und durch einige mehr oder weniger volle Flussbetten hindurch bis zu einer echten Flussquerung die wir zügig an einem wartenden Fahrzeug vorbei nehmen.

 

aus-2005-0212Der hatte wohl Zweifel ob das wirklich funktioniert aber jetzt haben wir es Ihm ja vorgemacht. Wir stellen den 4WD ab und laufen noch ein paar Schritte bis zum Boot.

 

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Wir lassen uns durch den Gorge fahren (die Möglichkeit besteht erst seit zwei Jahren, vorher hieß es schwimmen) und laufen dann noch ca. 1 km durch felsiges Gebiet. Und dann fällt mir ganz spontan ein „Almost Paradies“. Wir befinden uns ganz allein vor den leicht rieselnden Wasserfällen voraus-2005-0207 einer Felswand im warmen feinen Sand, einfach traumhaft. Baden ist leider untersagt wegen der Crocs, wie schon gesagt 'almost'. Nur für kurze Zeit haben wir dieses Paradies unter Palmen für uns allein. Es kommen noch zwei Paare und nach ein wenig dösen machen wir uns auf den Rückweg, wieder über eine schwimmende Metallbrücke durch felsige Gelände zum Boot und dann zum Auto.

 

aus-2005-0214aus-2005-0216Wir machen einen Abstecher zu den Jim Jim Falls, zum Plunge Pool. Der Weg ist anstrengend über Felsen hinweg und ich verliere Micha und fühle mich für kurze Zeit irgendwie allein und ausweglos – Wo bin ich? – Wo geht es weiter?- Ein Pärchen ist aber auch hier entlang geklettert und hilft mir den Weg zum Pool zu finden. Puh doch geschafft. Hier find ich dann auch Micha wieder. Der Sand ist richtig heiß aber das Wasser kühlt. Einen Wasserfall gibt es aber nicht zu sehen, wohl zu trocken. Der Rückweg ist einfacher da ich diesmal Micha und die Pfeile nicht verliere aber trotzdem sind wir ziemlich fertig als wir am Auto sind und eigentlich wieder badereif. Es ist auch recht viel Zeit verstrichen. Wir fahren noch zu den Gunlom Falls, wo wir auch die Nacht verbringen. Ein Ranger sammelt 10.80 A$ für die Übernachtung ein und bis 10 Uhr abends gibt es auch Licht bei den Duschen. Der Wasserfall der auch hier nicht wirklich fällt in den Pool ist nur ein paar 100 Meter entfernt aber es ist dunkel und ich trau mich allein nicht rein. Also Duschen, Abendessen (Würstchen und Spagetti) und fliehen vor den Fliegen und Mücken. In der ferne heult ein Dingo aber wir schlafen wie zwei Bären.

aus-2005-022510.09.05 Am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang sieht es schon wieder ganz anders aus. Baden im Gunlom Pool ist jetzt kein Problem aber wirklich äußerst frisch. Also schnell noch duschen und dann dem Ende des Kakadu NP entgegen. Nur noch 40 km und der sehr abwechslungsreiche faszinierende Park und die ersten tollen Abenteuer liegen hinter uns. Heute wollen wir nicht wirklich wandern. Wir halten am Mary River Roadhouse um uns und unser Auto zu versorgen. Dann geht es auf dem Highway bis Pine Creek. Wir schauen uns eine stillgelegte Bahnstrecke und ein paar historische Häuser an. Dann geht es dem nächsten Ziel entgegen, den Edith Falls im Nitmiluk NP. Das ist ein herrlicher fast kreisrunder Pool umrundet von Bergen mit einem kleinen Wasserfall und vielen Fischen, die schon mal an uns rumknabbern. Wir schwimmen ca. 150 m bis zum Wasserfall und fühlen uns pudelwohl. Zur Belohnung gibt es einen Egg-Bacon-Burger mit viel Salat und Möhren, echt lecker. Nun kommen wir wieder in eine größere aber nicht besonders schicke Stadt. Wir kaufen in Katherine bei Woolys ein. Es gibt Steaks, Bier, Bundberg dark and stormy (Rum mit Gingerbier). Wir Telefonieren kurz mit Deutschland – Es geht uns gut – denn hier sind wir nicht ganz von der Zivilisation abgeschnitten. Wir fahren Zum Katherine Gorge, den zweiten Höhepunkt im Nitmiluk NP. Der Campingplatz kostet hier 23 A$ mit Strom. Überall sind hier Wallabys. Wir laufen kurz zum Fluss und nehmen ein Bad in kurzer Hose und T-Shirt und treffen hier ein älteres Ehepaar aus Deutschland. Dann ab unter die Dusche und zu den Steaks.

Jetzt sitze ich hier und ein Wallaby sitzt neben mir und möchte wohl was zum Essen, aber füttern ist verboten das schadet den süßen Tieren nur. Also ich bin mit meinem Reisetagebuch wieder auf dem Laufenden. Wir unterhalten uns noch mit einem ehemaligen Engländer, der nun Australier ist. Er meint die Regenzeit beginnt bald. Es ist schwül. Hoffentlich können wir heute Nacht schlafen. In der Dusche hatte ich übrigens Besuch von einer Kröte oder habe ich sie besucht? In der Nacht höre ich wie es regnet.

Katherine Gorge nach Timber Creek 11.09.2005 bis 12.09.2005

aus-2005-n-001511.09.05 Wir wachen morgens so gegen 7.00 Uhr auf und vom Regen ist nichts mehr zu sehen auch keine Kängurus zunächst. Nach dem Frühstück gehen wir zu den Booten. Also Kanu fahren heißt es heute. Der halbe Tag für 51 A$ + 20 A$ Deposit für das Boot. Es gibt einen Müllbeutel und eine Bombe für die Kamera sowie zwei Paddel. Dann ab die Post. Es starten mit uns recht viele Kanus und Kajaks. Es ist ca. 9.00 Uhr. Wir brauchen etwa eine Stunde für den ersten Abschnitt des Canyon. Nach eins zwei Paddelschlägen sind wir aber schon patschnass. Was soll’s, es ist eh heiß und da tut das echt gut. Am Ende des ersten Abschnittes landen wir an, baden und klettern etwas auf den Felsen – eine tolle Aussicht. Wir treffen hier wieder das deutsche Pärchen vom Vorabend und geben ein paar Tipps für die Weiterreise. Jetzt heißt es, das Boot über die Steine zu bringen. Aber erst legen wir noch eine Glanzleistung hin.

Beim Einsteigen in das Kanu bekommen wir zuviel Wasser hinein und so kippen wir prompt um. Mit der Hilfe unsere Gesprächspartner schaffen wir es aber dennoch und ab geht es wieder. Die asiatischen Jungs, den man den Spaß richtig anmerkt und die mit uns gestartet sind holen wir wohl nicht mehr ein. Leider bin ich Micha keine große Hilfe beim Boot schleppen, da ich mich selbst kaum auf den Beinen halten kann. Es ist furchtbar glatt auf den Steinen im Wasser. Ein Stück trage ich unser Gepäck den Weg entlang, den auch die gehen müssen

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die eine Bootstour gebucht haben. Der zweite Abschnitt ist mit Mühe und Not erreicht. Hier paddeln wir nun noch ein Stück weiter und drehen dann langsam um. Zurück geht das Boot überbringen etwas besser aber wir sind beide bereits völlig fertig. Irgendwie ist das System nicht so perfekt. Die Bombe ist zu groß und wir haben zuviel Gepäck dabei, beide Rucksäcke sind übrigens völlig nass. Trotz Sonnencreme haben wir viel Farbe bekommen. Wir kommen jedoch wohlbehalten kurz nach 13.00 Uhr zurück. Leider hatte ich mein Portmonaie nicht in der Bombe und es ist völlig durchnässt. Die Karten sind ja nicht schlimm auch das Geld hat sich gut gehalten, nur die Traveller-Checks sehen etwas mitgenommen aus und müssen getrocknet werden. Wir duschen nochmals auf dem Campingplatz und fahren dann weiter.

Es geht über Katherine und Victoria River Dort ein kurzer Stopp am Roadhouse – echt urig nach Timber Creek. Der Ort ist ziemlich zerstreut und hat ein Roadhouse und einen Campingplatz mit einem super Pub. Wir zischen eine Bundy-Cola und ein Bier und braten dann unsere Kartoffeln. Die müssen weg, da wir sie nicht mit nach Westaustralien nehmen dürfen. Der Tag war sehr gelungen und hat wahnsinnig Spaß gemacht. Wir sind echt kaputt aber glücklich. Einen kleinen Pool gebt es dann hier auch noch, einfach schön.

aus-2005-024612.09.05 Heute starten wir also in Timber Creek im Gregory NP. Ein kleines Stück ab vom Highway gibt es einen Boab-Baum in dem der Entdecker Augustus Charles Gregory bei seiner Expedition seine Ankunfts- und Abkunftsdaten eingeritzt hat. Der Weg zu Fuß ist nur kurz und wir stoßen auch wieder auf ein Känguru und sind gleich wieder völlig verschwitzt. Es sind über 30°C im Schatten und hiervon gibt es halt wenig im Moment. Wir fahren weiter bis zum Quarantine-Checkpoint an dem wir auf frische Früchte und Obst untersucht werden. Es geht sehr fix und wir dürfen nun nach Westaustralien. Der erste Teil unserer Reise ist vorbei und wir gewinnen anderthalb Stunden beim Territoriumswechsel. In der Ferne erscheinen die Kimberleys und die Landschaft wechselt – mal Hügel, mal Berge, weniger Baumsavanne.

Wir kommen in Kununurra an. Es ist noch heißer, knapp 40°C. Bei der Post holen wir ein paar Briefmarken, kaufen in einem Bushshop je ein Hemd von „GONDWANA“ und dann gibt es noch eine „Billabong“-Hose für mich. Im Coles decken wir uns dann mit Verpflegung für die nächsten drei Tage für ca. 94A$ ein. Im Einkaufscenter essen wir dann noch einen Bushmanburger und sind darauf mehr als satt.. Wir fahren noch zum Turkey-Creek-Roadhouse um dann morgen in die Bungle Bungles zu starten. Hier kommt ein Roadtrain nach dem anderen angedonnert. Nach dem Duschen kommt mir eine Heuschrecke entgegen, die mindestens 10 cm groß ist. Wir lernen ein Ehepaar aus Melborne kennen, frühere Kroaten, die denken das der Euro bloß eine zusätzliche Währung in Europa ist und dass die DM noch existiert. Wir können uns nett unterhalten.

Bungle Bungle 1.Tag 13.09.2005

aus-2005-026713.09.05 Wir stehen früh auf. Immerhin wird es jetzt durch die Zeitumstellung früher hell. Nach dem Frühstück geht es ca. 50 km den Highway entlang und dann auf einer Schotterpiste nochmals 53 km in den Purnululu NP zu den Bungle Bungles. Ein kleines Känguru kreuzt unseren Weg der mal recht gut dann aber wieder ziemlich schlecht ist. Nach ca. 2 Std. sind wir dann am Visitor-Center und registrieren uns. Es kostet 9A$ pro Nacht und Person + 3A$ für das Auto. Wir werden also für zwei Nächte 45 A$ los.

aus-2005-0276Nun aber ab zu den Bungels und schauen ob es sich lohnt. Bis jetzt weiß ich noch nicht ob wir nicht doch lieber einen Rundflug buchen sollen um auch viel zu sehen. Aber die riesigen Felsendome sind unwahrscheinlich beeindruckend und ich hätte nie gedacht dass wir so nahe herankommen. Tatsächlich können wir sie berühren. Selten haben wir so etwas Schönes gesehen.

 

aus-2005-0283Der tief blaue Himmel steht im herrlichen Kontrast zu den rotbraungrauen Bienenstöcken, faszinierend. Wir treffen hier wieder das nette Paar vom letzten Camp. Zuerst machen wir uns auf den Cathedral-Walk, der ist 3 km lang und sehr schön. Am Ende führt er zu einem kleinen Gorge mit ganz wenig Wasser, überhaupt sind hier die Flussläufe mit den tiefen Rillen, die davon zeugen dass es hier nicht immer so aussieht, stark ausgetrocknet. Die Akustik in der Cathedral ist berauschend und man merkt wieder einmal wie klein der Mensch doch ist am Fuße solcher Naturschönheiten. Wir genießen es hier zu sein in vollen Zügen. Der Weg verläuft zum Teil im Schatten aber in der Sonne ist es fast unerträglich heiß, gut dass wir genügend Wasser dabei haben. Den langen Trail gehen wir dann noch ca. 2 km entlang.aus-2005-n-0096

Die Bungels sind einfach einmalig! Great! Und ich muss immer wieder das raue Gestein anfassen während wir das durchfurchte Flussbett entlang wandern. Es ist immer noch heiß. Zurück gehen wir den Domes-Walk bis zum Parkplatz. Dort gibt es ein Picknick mit Tomaten, Bananen und immer wieder viel zum Trinken. Micha ist gerade auf der Toilette, da werde ich okkupiert. Drei Asiaten setzen sich ohne ein Wort zwischen unsere Sachen und eine von Ihnen will dann sofort unser Waschwasser trinken und schnappt sich einen meiner Becher. Ich kommen gerade noch dazu zu sagen That´s mine! And ist is no drinking water! Aber glücklicherweise kommt nun auch Micha zurück und wir können flüchten. Wir fahren zum Bushcamp und treffen dort unsere Bekannten wieder. Wir bauen unser Zelt auf und machen einen kurzen Erkundungsgang dann gibt es BBQ.

aus-2005-n-0363Direkt am Grillplatz campt eine ganze Kolonne Polen, die uns bitten das Feuer für sie brennen zu lassen. Wir braten ein paar Hühnerbeine und lassen sie uns schmecken. Der Gang zur Toilette ist dann nicht so ganz entspannt. Hier hat sich vor mir schon eine große Spinne eingenistet. Ich überlasse Ihr das Terrain und gehe in den Busch. Die Nacht ist es dann kühler und wir schlafen gut.

Bungle Bungle 2.Tag 14.09.2005

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aus-2005-030614.09.05 Es weckt uns ein Vogelkonzert und es ist schon hell. Keine Eile heute wir haben viel Zeit und ich lese ein paar Seiten in meinem Buch. Nach einem ausführlichen Frühstück und ein wenig Geplansche unter der Solardusche machen wir uns auf den Weg in den Norden des Parks. Hier kommen uns unsere Bekannten wieder über den Weg und schwärmen von dem Ausflug. Es geht direkt durch die Felsen die hier steil und schroff nach oben ragen und rot leuchten. Der Weg ist fast wie ein Tunnel und geht am Ende über einige große Steine und eine Leiter zuletzt in eine „Halle“. Wieder sind wir total beeindruckt und es unterscheidet sich völlig vom Südteil des Parks. Wir kommen mit einer Kanadierin in Gespräch und treffen wieder auf die Polen.

Wir begeben uns beschwingt auf den Froghole-Trail der aus Sicherheitsgründen etwas verkürzt wurde. Überall sind kleine Palmen zwischen den Felsen. Wir machen eine kurze Pause und gehen dann den Mini-Palms-Trail entlang. Aber es ist sehr heiß und es gibt kaum etwas Schatten. Wir laufen auf rotem Sand zwischen den Spinifexgras wirklich schön hier. Dann geht es durch ein steiniges trockenes Flussbett und es ist beschwerlich unter der heißen Sonne. Es folgt ein Tal mit Palmen und wir klettern durch Konglomerat-Gestein bis zu einem Lookout. Dort gibt es eine schöne Aussicht auf das Tal. Da es aber fast

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unerträglich heiß ist sind wir froh als wir zurück sind. Uns begrüßen eine Unmenge von Fliegen also retten wir uns in das Auto. Wir fahren zurück zum Campingplatz und duschen erneut. Dann gibt es Tomatensuppe aus der Dose, aber lecker. Mehr braucht man nicht zum glücklich sein. Dann fahren wir nochmals zum Visitor-Center um ein paar Postkarten zu kaufen. Nun verabschieden wir uns von den heiß geliebten Bungle Bungles bei Sonnenuntergang. Es ist allerdings recht wolkig. Ein kurzer Stopp noch beim Lookout und dann geht’s zum Zeltplatz und weil es so schön erfrischend ist wieder unter die Solardusche. Dann gibt’s Abendbrot und ich widme mich dem Tagebuch. Tschüß bis Morgen!

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